Kurz gefasst
Coinbase Commerce ist am 31. März 2026 eingestellt, und wer eine Coinbase Commerce Alternative sucht, findet sie außerhalb von Coinbase. Der Nachfolger Coinbase Business ist ein anderes Produkt: Er verwahrt die Mittel selbst und steht Unternehmen in den USA und in Singapur offen, die die Verifizierung abschließen. Für einen Betrieb in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es innerhalb von Coinbase keinen Umzugsweg. Die Entscheidung danach betrifft nicht die Marke, sondern die Hälfte, die Sie ersetzen: die Zahlungsseite oder das Wallet.
Coinbase Commerce ist seit dem 31. März 2026 eingestellt. Wer heute eine Coinbase Commerce Alternative sucht, sucht sie außerhalb von Coinbase: Der Nachfolger steht Unternehmen in den USA und in Singapur offen, die die Verifizierung abschließen, und für einen Betrieb in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es innerhalb des Konzerns keinen Umzugsweg.
Coinbase selbst ist nicht geschlossen. Zugemacht hat das Händlerprodukt, und dessen Ersatz ist keine Frage der Marke. Commerce war zwei Dinge in einem Produkt: eine Zahlungsseite und ein Wallet, das Sie selbst hielten.
Welche der beiden Hälften Ihnen wichtig war, entscheidet über die Auswahlliste. Kaum jemand stellt sich diese Frage vor dem Anbietervergleich, und sie kostet danach die meiste Zeit.
Was folgt: was genau abgeschaltet wurde, warum der offizielle Nachfolger für Sie nicht öffnet, ob Warten eine Option ist, woran Sie einen tragfähigen Ersatz erkennen und was der Wechsel technisch wie preislich kostet.
Was genau ist am 31. März 2026 abgeschaltet worden?
Commerce arbeitete ohne Verwahrung. Zahlungen liefen auf Adressen ein, die aus einer Seed-Phrase des Händlers abgeleitet waren; Coinbase wickelte die Zahlung ab, ohne das Geld je selbst zu halten. Diese Bauweise war ungewöhnlich, und sie erklärt zugleich die breite Verfügbarkeit: Wer fremdes Geld nie hält, muss vorher deutlich weniger über sein Gegenüber wissen.
Vor dem Stichtag standen zwei Aufgaben. Die Mittel mussten von der Plattform herunter, und die Transaktionshistorie musste exportiert werden. Händlern, die den Zugriff auf ihre Seed-Phrase verloren hatten, blieb der Support, um das Konto wiederherzustellen und rechtzeitig auszuzahlen.
Wer das erst jetzt liest und beides versäumt hat, geht diesen Weg trotzdem zuerst. Der Support ist in dieser Lage die erste Anlaufstelle und nicht die letzte.
Warum ist Coinbase Business kein Umzug für Sie?
Für die meisten Händler ist er keiner, und der Grund ist nicht, dass der Nachfolger schlecht wäre. Coinbase Business verwahrt: Coinbase führt das Guthaben, und diese eine Änderung trägt alles, womit das Produkt antritt. Auszahlung auf ein Bankkonto, Ertrag auf ungenutztem Guthaben, die Werkzeuge, die eine Finanzabteilung erwartet — ein Produkt ohne Verwahrung kann davon strukturell nichts liefern.
Bezahlt wird das an anderer Stelle, nämlich beim Kreis der Unternehmen, die sich überhaupt anmelden können. Coinbase Business steht Unternehmen in den USA und in Singapur offen, die die Verifizierung abschließen. Sitzt Ihr Unternehmen außerhalb dieser beiden Märkte, existiert der Umzug innerhalb von Coinbase für Sie nicht.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Produktwechsel und einem Anbieterwechsel. Das eine ist ein Formular, das andere eine Entscheidung — und für Händler aus der DACH-Region bleibt nur der zweite Weg.
Lohnt es sich, auf die Verfügbarkeit im eigenen Land zu warten?
Coinbase beantwortet das selbst, und die Antwort lautet nein. Auf der Hilfeseite zum Übergang steht, außerhalb der USA und Singapurs sei Coinbase Business noch nicht verfügbar; man weite im Lauf von 2026 auf weitere Länder aus, und wer weiter Kryptozahlungen annehmen wolle, solle vor dem 31. März 2026 zu einem anderen Anbieter wechseln.
Eine Ausweitung ohne genanntes Land und ohne Datum ist kein Termin, auf den sich ein Zahlungsweg planen lässt. Zwischen heute und einer möglichen Öffnung steht ein Checkout, der kein Geld annimmt, und dieser Zustand kostet Umsatz statt Vorbereitungszeit.
Die praktische Lesart ist deshalb kurz. Wechseln Sie jetzt. Öffnet Coinbase Ihren Markt später, prüfen Sie das Angebot dann wie jedes andere — als neuen Anbieter mit eigenem Vertrag, nicht als Rückkehr.
Warum wechselt mit dem Ersatz fast immer die Verwahrung?
Weil eigene Schlüssel und betreuter Betrieb in verschiedene Richtungen ziehen. Der Markt hat diesen Konflikt überwiegend so aufgelöst wie Coinbase. Ein Anbieter ohne Verwahrung kann nicht auf Ihr Bankkonto auszahlen, keinen Bedienfehler zurückdrehen und nicht helfen, wenn die Seed-Phrase weg ist; er übergibt die Schlüssel und tritt zurück.
Ein Anbieter mit Verwahrung kann alle drei Dinge, weil er das Guthaben führt. Dafür vertrauen Sie einem Betreiber Ihr Geld an, und dieser Betreiber muss wissen, mit wem er es zu tun hat. Einen dritten Weg, der den Tausch aufhebt, gibt es nicht. Anbieter unterscheiden sich darin, wo sie sich einordnen und wie offen sie das schreiben.
Die erste Prüffrage lautet deshalb nicht „verwahrt dieser Anbieter?“. Sie lautet: Was tut er, um den Schaden eines Einbruchs zu begrenzen, und steht das irgendwo nachlesbar? Der ausführliche Vergleich beider Modelle geht die Kontrollen einzeln durch.
Woran erkennen Sie einen tragfähigen Ersatz?
Fünf Punkte entscheiden, und erst der letzte ist der Preis.
- Nimmt der Anbieter Händler aus Ihrem Markt überhaupt an? An dieser Stelle ist die Tür bei Coinbase zugefallen, und sie fällt anderswo genauso zu.
- Welche Assets und Netzwerke rechnet er ab? Wer USDT nur auf einer Kette annimmt, auf der Ihre Kunden es nicht halten, ist für diese Kunden kein Zahlungsweg.
- Was verlangt er vor der ersten Livezahlung? Handelsregisterauszug und Bankreferenz machen aus einem Nachmittag ein Projekt über mehrere Wochen.
- Zahlt er an ein Wallet aus, das Sie benennen? Ein Guthaben, das Sie nicht bewegen können, ist praktisch nicht Ihr Geld.
- Und erst dann die Gebühr. Ein halber Prozentpunkt Unterschied wiegt wenig gegen einen Anbieter, der Sie gar nicht erst annimmt.
Diese Reihenfolge kehrt der übliche Vergleich um. Preistabellen stehen ganz oben, weil sie sich leicht bauen lassen; die Zeile, an der ein Wechsel scheitert, ist fast immer die erste.
Was wird aus den Adressen des alten Checkouts?
Sie lassen sich nicht mehr einziehen, und dieser Punkt kostet bei einem Wechsel still Geld. Eine Zahlungsadresse aus dem alten System gehörte diesem System. Ist das Konto weg, landet ein Betrag, der dorthin gesendet wird, auf keiner Bestellung, die Sie noch sehen.
Betroffen ist mehr, als in der Anbieterübersicht steht. Jede offene Rechnung, jeder Zahlungslink in einem Kundenpostfach, jeder QR-Code auf einem gedruckten Dokument zeigt auf etwas, das nicht mehr zu Ihnen führt.
Machen Sie deshalb vor dem Umschalten eine Liste aller Stellen, an denen noch eine Adresse oder ein Link zirkuliert. Stellen Sie offene Rechnungen beim neuen Anbieter neu aus und schicken Sie den neuen Link aktiv nach, statt darauf zu setzen, dass der alte weich ausläuft. Er tut es nicht. Wie eine Rechnung von angelegt bis bezahlt läuft, beschreibt den Rest dieses Ablaufs.
Welcher Teil Ihrer Integration bleibt bestehen?
Mehr, als die meisten erwarten, denn die Form der Aufgabe ändert sich nicht. Ihre Seite eines Krypto-Checkouts besteht aus drei Dingen: Sie legen eine Rechnung über einen Betrag an, Sie schicken den Kunden zum Bezahlen irgendwohin, und Sie reagieren, wenn eine Benachrichtigung meldet, dass bezahlt wurde.
Diese drei Schritte bietet jeder Anbieter. Deshalb überlebt die Logik in Ihrer Anwendung den Wechsel: wie eine Bestellung auf eine Rechnung abgebildet wird, was bei der Bestätigung passiert, wie eine nie bezahlte Bestellung endet. Neu geschrieben wird die Schicht darunter — der Endpunkt, die Form der Anfrage und die Prüfung, ob eine eingehende Benachrichtigung echt ist und nicht jemand auf Ihre Callback-URL schreibt.
Planen Sie besonders diesen letzten Schritt ein. Bei Paymos trägt jeder Aufruf den Header X-Webhook-Signature mit Zeitstempel und HMAC-SHA256, verglichen wird zeitkonstant, und die REST-Anbindung im Detail zeigt den Ablauf Schritt für Schritt. Diese Prüfung ist schnell übersprungen und teuer bezahlt.
Was kostet die Annahme nach dem Wechsel?
1,0 % kostet eine Rechnung bei Paymos im Standardtarif, berechnet erst, wenn sie abgerechnet ist; auf Anfrage sind es 0,3 % im Enterprise-Tarif. Eine Rechnung, die niemand bezahlt hat, die abgelaufen ist oder storniert wurde, trägt keine Abwicklungsgebühr. Daneben steht nichts: keine Einrichtung, keine Monatspauschale, kein Mindestumsatz, kein Einbehalt auf dem Guthaben. Die vollständige Preisliste führt beide Tarife.
Eine Umtauschgebühr fehlt ebenfalls, weil nichts umgetauscht wird. USDT kommt an und bleibt USDT. Das ist überall zu prüfen, wo Sie landen: Wer Ihr Guthaben auf dem Weg in ein anderes Asset schiebt, verdient an dieser Stelle an der Spanne, ob sie auf der Abrechnung als Gebühr auftaucht oder nicht.
Netzwerkgebühren gehören zu keiner der beiden Zahlen. Das Wallet des Zahlers zahlt, was das Senden im Netzwerk kostet; die Netzwerkkosten für Annahme und spätere Bündelung trägt Paymos.
Einstellbar ist zusätzlich, wer die Abwicklungsgebühr trägt. Jedes Projekt hält dafür einen Anteil zwischen 0 % und 100 %, der bestimmt, wie viel davon auf den Betrag des Zahlers kommt; voreingestellt sind 0 %, die Gebühr bleibt also beim Händler.
Was gibt Paymos zurück — und was nicht?
Die Reichweite kommt zurück, die eigene Verwahrung nicht. Beides gehört in dieselbe Antwort, sonst ist es keine.
Zur Reichweite: Ein Start ist möglich, ohne vorher KYC- oder Geschäftsunterlagen einzureichen — derselbe Grund, aus dem Commerce breit verfügbar war. Eine Begrenzung nach Land gibt es weder beim Händler noch beim Zahler, und eine weitergehende Prüfung bleibt später nach den geltenden Risiko-, Limit- und Aufsichtsvorgaben möglich. Die Annahme läuft auf 13 Mainnet-Netzwerken: USDT auf elf davon, USDC auf zehn, daneben USD1, DAI und das goldgedeckte XAUT.
Die Verwahrung kommt dagegen nicht zurück. Paymos verwahrt und arbeitet dafür mit betreuten Hot Wallets — dieselbe Grundentscheidung, die auch Coinbase Business getroffen hat. Begrenzt wird das an drei Stellen: Jede Rechnung bekommt eine eigene, deterministisch abgeleitete Adresse; ausgezahlt wird nur an Ziele von der Freigabeliste des Händlers; signiert wird auf isolierter Infrastruktur. War die eigene Verwahrung Ihr Grund für Commerce, ist ein gehosteter Anbieter die falsche Form der Antwort und selbst betriebene Software die richtige.
Ersetzen Sie den Checkout oder das Wallet?
Das ist die ganze Entscheidung, und Commerce hat sie verwischt, weil es beides war.
War Ihnen die Zahlungsseite wichtig — Rechnungen, eine Seite zum Bezahlen, eine Meldung, wenn Geld ankommt —, ersetzt ein gehosteter Anbieter das an einem Nachmittag, und die Frage der Verwahrung erledigen Sie, indem Sie einen Betreiber wählen, dessen Grenzen nachlesbar sind. War Ihnen wichtig, die Schlüssel selbst zu halten, ersetzt kein gehosteter Anbieter das, und der ehrliche Weg heißt selbst betriebene Software samt dem Betrieb, der dazugehört.
Zeit verlieren Händler dort, wo sie sich nicht entscheiden. Sie suchen ein betreutes Produkt, das ihnen zugleich die Schlüssel lässt, und dieses Produkt gibt es nicht. Klären Sie, welche Hälfte gezählt hat, dann schreibt sich die Auswahlliste von selbst — und wie eine Zahlungsseite auf eine bestehende Website kommt, ist danach eine Frage von Stunden.
| Variante | Wer hält die Mittel | Für wen offen | Was Sie selbst betreiben | |
|---|---|---|---|---|
| Coinbase Commerce, bis 31. März 2026 | Der Händler | Händler in vielen Märkten | Seed-Phrase und Bestand | |
| Coinbase Business | Coinbase | USA und Singapur, nach Verifizierung | Nichts davon | |
| Selbst betriebene Software | Der Händler | Wer einen Server betreiben kann | Schlüssel, Gas, Überwachung | |
| Ein gehosteter Anbieter | Der Anbieter | Je nach Anbieter | Nichts davon |
Häufige Fragen
Wann wurde Coinbase Commerce eingestellt?
Am 31. März 2026. Bis zu diesem Tag sollten Händler ihre Mittel von der Plattform holen und die Transaktionshistorie exportieren.
Ist Coinbase Business dasselbe Produkt unter neuem Namen?
Nein. Bei Commerce hielt der Händler die Mittel, Coinbase Business hält sie für ihn. Offen steht es Unternehmen in den USA und in Singapur, die die Verifizierung abschließen.
Kann ich Coinbase Business aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nutzen?
Nein. Coinbase schreibt, außerhalb der USA und Singapurs sei das Produkt noch nicht verfügbar, kündigt eine Ausweitung im Lauf von 2026 ohne Land und ohne Datum an und verweist auf einen anderen Anbieter.
Hat Coinbase selbst geschlossen?
Nein. Eingestellt wurde das Händlerprodukt Commerce, nicht das Unternehmen dahinter.
Funktionieren die Zahlungslinks weiter, die ich schon verschickt habe?
Nein. Eine Adresse oder ein Link aus dem alten System lässt sich nicht mehr einziehen. Stellen Sie offene Rechnungen beim neuen Anbieter neu aus und schicken Sie den neuen Link nach.
Wie lange dauert der Wechsel?
Der technische Teil ist klein: Rechnung anlegen, Zahler weiterleiten, auf die Benachrichtigung reagieren. Von der Anmeldung bis zur ersten echten Zahlung im Mainnet vergehen bei Paymos üblicherweise etwa zehn Minuten; länger dauert das Nachziehen offener Rechnungen und Links.
Wann ein gehosteter Zahlungsanbieter NICHT passt
- Wenn Sie die Schlüssel selbst halten müssen, passt kein gehosteter Anbieter — das ist die Bedeutung von „gehostet“. Nehmen Sie selbst betriebene Software und die Betriebslast, die dazugehört.
- Wenn Ihre Kunden in BTC oder ETH zahlen wollen, hilft ein Anbieter für Stablecoin-Rechnungen nicht. Abgerechnet werden Token aus Verträgen, nicht die nativen Coins der Netzwerke.
- Wenn das Geld als Euro auf einem Bankkonto ankommen soll, endet ein Stablecoin-Anbieter beim Token. Koppeln Sie einen getrennten Dienst, der Umtausch und Bankgutschrift übernimmt, und bepreisen Sie dessen Weg mit.
- Wenn Ihr Unternehmen in den USA oder in Singapur sitzt und Sie die Coinbase-Beziehung wollten, steht Coinbase Business Ihnen offen. Verwahrung, Bankauszahlung und Ertrag auf ungenutztem Guthaben sind dort echte Funktionen.
Quellen
- 1. Coinbase Help — Transitioning from Coinbase Commerce to Coinbase Business (accessed 2026-08-16)
- 2. Paymos Preise (accessed 2026-08-16)
Zuletzt geprüft 16. Aug. 2026

